Von der Vorstellung zur Wirklichkeit

Bevor man Mama oder Papa ist, stellt man sich das Familienleben ganz anders vor als es in Wirklichkeit ist. Man hört was die Verwandten und Freunde, welche bereits Kinder haben, über ihre Kinder und ihr Leben erzählen. Man liest es im Internet und sieht es im Tv und bildet sich eine gewisse Vorstellung darüber, wie es mal sein wird wenn man dann selber mal Kinder hat.

Ich persönlich habe es mir auch ganz anders vorgestellt wie mein Leben und vor allem mein Leben mit Kindern mal so sein wird. Im Endeffekt ist alles ganz anders gekommen 🙂

Als ich erfahren habe das ich schwanger bin war ich gerade mal 16 Jahre jung, ohne richtige Ausbildung und wie mir in dem Moment vorkam – ohne Perspektive. Mit meinem Freund war ich da auch erst 3 Monate zusammen und ich hatte richtig Angst vor der Reaktion meiner Mama.

Ich war noch im Schockzustand als ich meine Frauenarztpraxis mit dem Ultraschallbild in der Hand verlassen habe. Ich wollte immer zuerst heiraten und dann erst Kinder kriegen, aber dafür war es nun zu spät. Eine Abtreibung wäre für mich aber nie im Raum gestanden und somit musste ich mir nun überlegen wie ich es meinem Freund und vor allem meiner Mama beibringen sollte.

Zuhause rief ich dann meinen Freund – Michael heißt er übrigens 😉 – an und sagte ihm das wir heute was zu besprechen hätten. Als ich ihm das Ultraschallbild zeigte war er erst mal geschockt, aber er freute sich darauf Papa zu werden. Die Reaktion meiner Mama fiel verständlicherweise nicht so glücklich aus, aber sie hatte sich dann zum Glück schnell mit dem Gedanken abgefunden und unterstützte mich wo sie nur konnte.

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Michael und ich – 1 Monat vor der Geburt

Ich realisierte die Schwangerschaft dann aber auch erst so richtig, als ich mein Kind das erste Mal in meinem Bauch spürte und war richtig glücklich. Meine Schwangerschaft verlief gut bis zum 7ten Monat wo ich dann einen Nierenstau (Hydronephrose) bekommen habe und bis zum Ende ziemliche Schmerzen hatte, welche ich für mein Kind aber gerne in Kauf nahm.

Die Geburt – zu welcher ich sicher mal genauer eingehen werde – dauerte gerade mal 8 Stunden und ich war überglücklich als ich meinen Sohn endlich in den Armen halten durfte <3

Diese Liebe welche man zu seinem Kind schon im Mutterleib aufbaut ist einfach unbeschreiblich. Man ist ab jetzt nicht mehr einfach für sich selbst verantwortlich, der ganze Tagesablauf – alles richtet sich von jetzt an nach diesem kleinem Menschen und genau das ist das Wundervollste auf der Welt <3

Eure Janine 🙂

 

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