Was ändert sich mit Kindern wirklich?

Ich weiß noch ganz genau wie ich meinen Freunden, Bekannten und Verwandten von meiner Schwangerschaft erzählt habe. Es waren so ziemlich alle schockiert und die meisten Bekannten und „Freunde“, sogar ein Teil meiner Familie brachen den Kontakt gänzlich zu mir ab. Die anderen meinten sie müssten mir das Mama sein schlecht reden, einige versuchten mir sogar Angst davor zu machen, so als ob sie mich auf die nächsten „schlimmsten“ Jahre meines ganzen Lebens vorbereiten müssten.

Als wir dann begonnen haben unser zweites Kind zu planen, waren die Belehrungen wieder ziemlich die selben, nur mit dem Unterschied das sie noch eins drauf setzen mussten: „Das geht dann aber mit zwei Kindern nicht mehr!“ „Sowas ist mit zwei Kindern viel schwieriger!“ .. bei dem Gedanken was alle bei einem dritten Kind sagen würden kann ich gerade nur schmunzeln 😀

Ich weiß zwar nicht wie es mit 3 Kindern wäre, aber ich weiß wie meine beiden Söhne mein Leben verändert haben.

Familie ist, wo das Leben beginnt und die Liebe niemals endet <3
Familie ist, wo das Leben beginnt und die Liebe niemals endet <3

Was ändert sich nun mit Kindern?

Es ist wahr, die beiden haben mein Leben komplett auf den Kopf gestellt und gerade am Anfang wie der Kleine noch ein Baby war hab ich das Mama-sein als sehr anstrengend empfunden und hatte Angst ob ich beiden gerecht werden würde.

Mittlerweile würde ich aber Schlaflosigkeit, Müdigkeit oder Anstrengung nicht mehr aufzählen wenn mich jemand nach meinem Leben als Mama fragt. Ich bin keine neugeborene Mama mehr. Ich bin eine Mama von zwei Kindern, die ein ganz normales Leben mit ihren Kindern und ihrem Mann zwischen Spielplatz und derzeit noch Maturakurs und lernen führt. Dieses Leben als Familie finde ich wunderschön.

Seit ich Kinder habe sehe ich das Leben ganz anders. Für meine Kinder bin ich eine Superheldin, weil der Staubsauger zum Pferd umfunktioniert wird, weil ich meinen Kindern die Nase klauen kann, weil ich stundenlang im Wald mit ihnen herumlaufe und alles mögliche gesammelt wird und weil ich dann auf so lustige Ideen komme, wie die, aus den Kastanien und Blättern einen Igel zu basteln oder das Badewasser in der Wanne bunt einzufärben. Dieses Lachen und die Bewunderung in ihren Augen ist einfach unbeschreiblich.

Und seit ich Kinder habe fühle ich mich jeden Tag unersetzlich. Wenn einer der beiden in der Nacht zu mir ins Bett kommt, weil er schlecht geträumt hat und sich dann ganz eng an mich kuschelt und die Füße bei meinem Bauch wärmt. Wenn sie am Morgen aufwachen und ganz laut „Maaamaa“ schreien, weil sie Hunger haben und ich aus der Banane ein Krokodil zaubern soll. Oder wenn sich einer der beiden die Knie aufschlägt und ich dann die Tränen mit meinem Mund wegküssen muss und die Wunde mit „Mama’s Zaubercreme“ sofort wieder gut ist.

Seit ich Kinder habe kuschle ich mehr als vorher in einem ganzen Jahr, am Abend wenn ich sie zu Bett bringe und wir Geschichten aus den Märchenbüchern lesen und sie dann in meinem Arm beim 10. Schlaflied eingeschlafen sind. Oder wenn ich koche und sie zu mir wollen nur um ein bisschen Mama zu tanken.

Seit ich Kinder habe gibt es zwei so kleine Menschen die mich ständig zum Lachen bringen und die mich bewundern. Die mich vermissen wenn Mama 2 Abende im Maturakurs ist. Das ist alles so weil sie mich bedingungslos lieben. Ich liebe meine Kinder sooo verrückt und das beweisen wir uns ständig gegenseitig in kleinen Gesten.

Wenn mich jemand fragt, was sich mit Kindern wirklich ändert, würde ich deshalb sagen, es ändert sich die Liebe .. die Liebe die man plötzlich für sein Kind empfindet, die Liebe die man empfindet wenn diese kleinen Menschen etwas Neues lernen und man mit ihnen gemeinsam die Welt entdecken darf.

Ich bin sicher keine perfekte Mama, aber für meine Kinder versuche ich perfekt zu sein und solange man seine Kinder liebt und für sie da ist, ist der ganze Rest nebensächlich.

(Was jetzt nicht heißt das Kinder nicht anstrengend sind) 😉

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Eure Janine 🙂

 

 

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Von der Vorstellung zur Wirklichkeit

Bevor man Mama oder Papa ist, stellt man sich das Familienleben ganz anders vor als es in Wirklichkeit ist. Man hört was die Verwandten und Freunde, welche bereits Kinder haben, über ihre Kinder und ihr Leben erzählen. Man liest es im Internet und sieht es im Tv und bildet sich eine gewisse Vorstellung darüber, wie es mal sein wird wenn man dann selber mal Kinder hat.

Ich persönlich habe es mir auch ganz anders vorgestellt wie mein Leben und vor allem mein Leben mit Kindern mal so sein wird. Im Endeffekt ist alles ganz anders gekommen 🙂

Als ich erfahren habe das ich schwanger bin war ich gerade mal 16 Jahre jung, ohne richtige Ausbildung und wie mir in dem Moment vorkam – ohne Perspektive. Mit meinem Freund war ich da auch erst 3 Monate zusammen und ich hatte richtig Angst vor der Reaktion meiner Mama.

Ich war noch im Schockzustand als ich meine Frauenarztpraxis mit dem Ultraschallbild in der Hand verlassen habe. Ich wollte immer zuerst heiraten und dann erst Kinder kriegen, aber dafür war es nun zu spät. Eine Abtreibung wäre für mich aber nie im Raum gestanden und somit musste ich mir nun überlegen wie ich es meinem Freund und vor allem meiner Mama beibringen sollte.

Zuhause rief ich dann meinen Freund – Michael heißt er übrigens 😉 – an und sagte ihm das wir heute was zu besprechen hätten. Als ich ihm das Ultraschallbild zeigte war er erst mal geschockt, aber er freute sich darauf Papa zu werden. Die Reaktion meiner Mama fiel verständlicherweise nicht so glücklich aus, aber sie hatte sich dann zum Glück schnell mit dem Gedanken abgefunden und unterstützte mich wo sie nur konnte.

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Michael und ich – 1 Monat vor der Geburt

Ich realisierte die Schwangerschaft dann aber auch erst so richtig, als ich mein Kind das erste Mal in meinem Bauch spürte und war richtig glücklich. Meine Schwangerschaft verlief gut bis zum 7ten Monat wo ich dann einen Nierenstau (Hydronephrose) bekommen habe und bis zum Ende ziemliche Schmerzen hatte, welche ich für mein Kind aber gerne in Kauf nahm.

Die Geburt – zu welcher ich sicher mal genauer eingehen werde – dauerte gerade mal 8 Stunden und ich war überglücklich als ich meinen Sohn endlich in den Armen halten durfte <3

Diese Liebe welche man zu seinem Kind schon im Mutterleib aufbaut ist einfach unbeschreiblich. Man ist ab jetzt nicht mehr einfach für sich selbst verantwortlich, der ganze Tagesablauf – alles richtet sich von jetzt an nach diesem kleinem Menschen und genau das ist das Wundervollste auf der Welt <3

Eure Janine 🙂

 

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