Noah sein großer Tag

Heute ist er. DER Tag.
Kaum zu glauben, aber heute vor einem Jahr bist du nach 2 Tagen Einleitung auf die Welt gekommen mein kleiner Schatz.
Ich kann und will es noch garnicht fassen!

Nun ist er offiziell ein Kleinkind und kein Baby mehr.
Das ist Wahnsinn!
WO ist mein kleines Baby nur hin?

Dich heute so zu sehen treibt mir so viele Tränen in die Augen.
Ich bin so glücklich das wir zuhause sind.
Du hast so gekämpft.
Du hast so viel durchgemacht.
Und trotz allem hast du dich so toll entwickelt.
Ich kann dir gar nicht sagen wie unfassbar stolz ich auf dich bin <3

Den heutigen Tag feiern wir gemeinsam mit unserer Familie.
Ich werde euch auf Instagram etwas in meinen Storys mitnehmen.
Und euch danach etwas an der Feier teilhaben lassen 🙂

HAPPY BIRTHDAY MEIN KLEINER ENGEL 🙂
Wir lieben dich alle über alles <3

Fotografin: Familienfotografie Maria Bachl

meine kleine Mickey Mouse <3


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Kindererziehung

Jeder weiß wie man Kinder erzieht.
Außer Leute, die selbst welche haben!

Das war gestern meine Message auf meinem Letterboard. Aber wieso?

Die letzten Jahre haben wir einfach so oft die Erfahrungen gemacht, beziehungsweise Ratschläge von anderen Menschen zu der Erziehung unserer Jungs bekommen.
Ob es jetzt die alte Frau beim Ikea, eine andere Mama im Wartezimmer beim Kinderarzt, KINDERLOSE Bekannte oder auch Verwandte sind.
Überall wo man sich befindet wird man beobachtet, dann wird analysiert und bei manchen sieht man das Hirn richtig „rattern“, sobald Kinder sich mal nicht so verhalten wie es die Mehrheit der heutigen Gesellschaft vorsieht.

Heutzutage gibt es schon unzählige „Erziehungsmethoden“ und jeder ist der Meinung das genau die seine die absolut richtige Methode ist.

Aber was genau ist jetzt richtig oder falsch?

Michael und ich haben keine klassische Rollenverteilung, auch nicht bei der Kindererziehung. Wir erziehen unsere Kinder gemeinsam. Und unseren Erziehungsstil kann ich nicht wirklich definieren. Es ist eine Mischung aus mehreren Erziehungsstilen und ich entscheide auch viel aus dem Bauch heraus.
Was ich aber bei drei Kindern sagen kann:
Es ist unmöglich alle seine Kinder gleich zu erziehen!

Jeder unserer Jungs hat einen unterschiedlichen Charakter, ein anderes Wesen, andere Vorlieben und Hobbies. Somit müssen wir uns dann auch immer individuell nach jedem Kind richten.

Fazit:

Man sollte nicht immer aus Momentaufnahmen seine Schlüsse ziehen.
Jede Mama gibt jeden Tag aufs Neue ihr Bestes, jedes Kind ist anders, nicht jeder Tag ist gleich!
Wir sollten uns gegenseitig aufbauen, anstatt zu kritisieren und fertig zu machen – Wir sitzen ALLE im selben Boot 🙂

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Wertschätzung

Gerade bin ich mitten im Haushalt, als ich die Stimme von Noah durchs Babyphone höre. Der Mittagsschlaf ist heute etwas früher als sonst beendet und so bekomme ich etwas Stress dass ich mit dem letzten Schritt beim Bad putzen noch fertig werde. Mich wundert es nach 5 Minuten das Noah nicht etwas jammert.
Normalerweise hat er nach dem Schlafen immer sehr viel Energie.
Als ich zu ihm ins Zimmer gehe erwartet mich etwas, dass mir sofort Tränen in die Augen schießen lässt und mit Stolz erfüllt:

Luca und Jona haben mitbekommen das Noah wach ist und haben sich zu ihm ins Bett gesetzt. Luca hat ein Buch mitgenommen und ist gerade dabei es seinen kleinen Brüdern vorzulesen.

Was zeigt mir diese Situation?

Als Erstes mal das ich richtig stolz auf meine 3 Jungs sein kann, sie sind wunderbar!
Aber es zeigt mir auch ganz was anderes – nämlich das ICH manche Gesten, Taten und Momente meiner Kinder zu wenig schätze.

Man plant jeden Tag, schaut das man alles unter einen Hut bekommt und klar, oft ist es richtig anstrengend wenn man 3 Kinder zusammenrichten und alles zusammenpacken muss.

Trotzdem ertappe ich mich gerade an solchen Tagen oft dabei, dass ich zu viel schimpfe.
Aber warum schimpfe ich?
Weil meine Erwartungen einfach oft zu hoch sind.
Wir sehen immer gleich die negativen Dinge und sobald jemand was „falsch“ oder anders macht.

Sollten wir aber nicht eher die positiven Dinge unserer Kinder mehr schätzen wie die Negativen?

Wie oft ist es wirklich das mein Mittlerer nicht Zähne putzen will?
Wie oft ist es wirklich das sie sich nicht anziehen wollen?
Wie oft sind sie wirklich zu laut?


Das Problem liegt da sicher nicht bei meinen Kindern, denn sie „kooperieren“ so oft und tagtäglich im Alltag mit mir und meinen „Plänen“ obwohl sie eigentlich ganz andere „Pläne“ für den Tag haben.

Fazit:

Wir Eltern sollten viel gelassener sein und die Tage an denen es nicht so gut läuft mit Humor zu nehmen.
Schätzen wir jeden positiven Moment, jede Situation und jeden Tag so oft es geht – „Nobody’s perfect“ 🙂

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Einfach mal raus

Es ist 7 Uhr morgens und es sind Sommerferien!
An manchen Tagen eine kleine Herausforderung mit 3 Kindern zuhause – 24 Stunden .. ohne Pause.
Meine Nerven sind die letzten Tage schon etwas aufgebraucht und die Stimmung zuhause ist gerade Allgemein etwas angespannt.

Wie „überstehe“ ich also den Tag? Und zwar so, dass er für mich und die Kinder halbwegs passt?

Spontan habe ich beschlossen gemeinsam einen Ausflug zu machen.
Einfach mal raus, in die Natur um Kraft zu tanken.

Zwar ca. 40 Minuten von uns entfernt, aber zu einem Ort, welcher einfach magisch, ruhig (und zwar richtig ruhig ohne Handyempfang :D) und abenteuerreich ist.

Vollbepackt mit Rucksack, Kindern und Hund sind wir also zu diesem wunderschönen Ort gefahren.

Darf ich vorstellen:

Langbathseen

der vordere Langbathsee

Der Vordere und Hintere Langbathsee sind herrliche Alpenseen, sie liegen ca. 8 Kilometer westlich von Ebensee am Fuße des Höllengebirges.

Man kann entscheiden ob man eine kurze oder längere Seerunde gehen möchte.
Es ist ein schöner Spazierweg, wo man ohne Probleme mit dem Kinderwagen fahren kann.
Die Runde beginnt auf dem Parkplatz des vorderen Langbathsee.

Luca und Jona lieben die Natur genauso wie ich & was ich bei Kindern immer wieder so faszinierend finde, sie freuen sich über jede neue Blume, über bunte Steine, verschiedene Äste und nehmen die Umwelt noch viel bewusster wie wir Erwachsenen wahr. – Da können wir uns oft was von ihnen abschauen 🙂

Im Sommer wenn’s heiß ist gehen wir auch gerne schwimmen, der See ist wirklich sauber und nie zu kalt 🙂

Gehzeit:
– rund um den Vorderen Langbathsee: ca. 45 Minuten
– rund um beide Langbathseen: ca. 2 Stunden

Anreise:
Abfahrt Regau – B145 in Richtung Bad Ischl – in das Zentrum von Ebensee rechts abbiegen, dann vor der Brücke nochmals rechts abbiegen – Richtung Feuerkogel und dann immer gerade aus bis zum Langbathsee.

Was sind deine „Happy-Places“?

Abschließend noch ein paar Fotos 🙂
Liebe Grüße
Janine 🙂

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Der Unterschied

Ein Samstagabend – Heute steht zum ersten Mal seid wir vom Krankenhaus zuhause sind ein Mädelsabend an und ich bin schon wieder viel zu spät dran. Meine Gedanken kreisen sich noch um „Soll ich mir das wirklich jetzt antun“ und „Vielleicht hilft es mir ja und lenkt mich ab

Nach zwei gesunden Kindern, war die ganze Krankengeschichte mit Noah wieder etwas komplett Neues. Wir mussten uns neuen Herausforderungen und Ängsten stellen. Denn eigentlich sieht man die Dinge ja ab dem zweiten Kind nicht mehr allzu eng. Aber ich muss ehrlich sagen, die Situation hat mich verändert.
Als Mensch – als Mama – als Ehefrau ..

Ich bin definitiv nicht mehr dieselbe Person, die ich vor Noahs Geburt war. Nach außen hin haben mich die meisten Menschen in meinem Umfeld als „stark“ wahrgenommen und bezeichnet. Das war wirklich einer der meisten Sätze die mir geschrieben und gesagt wurden „Du bist so stark“

Aber stimmt das wirklich? Was ist Stärke?

Ich hatte oft Phasen wo ich zu heulen anfing, extrem wütend wurde, als mir jemand sowas gesagt hat.

Viele Leute sehen nicht wirklich was dahinter steckt.
Man sieht immer nur das, was die Person einen sehen lässt, denn es ist natürlich logisch, dass ich nicht heulend und komplett fertig draußen rum gelaufen bin.
(Im Krankenhaus bin ich wirklich noch so rumgelaufen, aber da hat mich keiner gekannt und da habe ich mich auch wirklich abgekapselt.)

Ab dem Zeitpunkt wo wir dann zuhause waren, musste ich mich schon alleine wegen Luca und Jona zusammenreißen. Da war ich noch optimistisch, dass ab da an alles „besser“ werden wird.

Für mich hat der innerliche Kampf erst begonnen.
Ich musste irgendwie lernen mit meinen neuen Gefühlen und Ängsten umzugehen. In der ersten Zeit hab ich es fast nicht ausgehalten wenn wir bei Verwandten – bei Freunden oder in der Öffentlichkeit unterwegs waren.
Warum?
– Weil die Leute jeden noch so kleinen Fortschritt von Noah so extrem hochgepriesen haben. Ich hab mich einfach nicht wohlgefühlt. Manche Gesprächsthemen haben mich sogar verletzt.

Was nämlich keiner sah:

Das ich monatelang fast stündlich in der Nacht aufwachte (auch oft heute noch) um zu kontrollieren ob Noah noch atmete
Das Warten darauf ob er von selbst Stuhl in der Windel hat und dann doch immer und immer wieder ein Darmrohr legen mussten
Die ständige Angst beim wiegen ob er genug zugenommen hat und hoffentlich nicht abnimmt
Die Angst das Jona oder Luca vom Kindergarten oder Schule irgendwelche Kinderkrankheiten mit nachhause nehmen könnten bei Noah seinem schwachem Immunsystem, uvm …

Es gab eine Zeit, da war ich wie ein ferngesteuerter Roboter – und so habe ich mich auch gefühlt. Nachdem ich mir eingesteht habe, dass ich das alleine nicht schaffe, hab ich mir dann einen Psychologen gesucht und eine Therapie angefangen.

Auch heute gibt es noch schlechte Tage und es wird sicher noch ein langer Weg bis sich alles halbwegs beruhigt hat, begleiten wird es mich für immer, aber ich kann lernen wie ich damit am Besten umgehe.

Fazit:

Solche Erlebnisse prägen einen Menschen, ich selbst bin noch mitten im Verarbeitungsprozess und keiner kann sagen wie lange dieser noch dauern wird.
Aber es ist wichtig das man sich irgendjemanden öffnet, alleine schafft man sowas fast nicht!

Ich finde nämlich, wahre Stärke ist sich einzugestehen, dass man jetzt gerade eben nicht stark ist!

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9 Monate

9 Monate voller:
– Liebe
– Angst
– Verzweiflung
– Freude
– Stolz
– Rückschlägen
– Fortschritten
und voller Leben.


Genau heute vor neun Monaten ist Noah zur Welt gekommen und ich frag‘ mich wirklich jedes Monat aufs Neue
„WO verdammt nochmal ist diese Zeit geblieben?!“

9 months Noah

Ca. 9 Monate dauert eine Schwangerschaft und es gibt Phasen wo man denkt die Zeit will nie vergehen, man bereitet sich nur auf das neue Wunder vor und wartet sehnsüchtig auf den Tag der Geburt.
Dann ist er endlich gekommen, nach langem Warten, der große Tag – man lernt endlich sein Kind kennen!

Ab da an, sollte man einfach jeden Augenblick genießen, nicht nur die ganzen positiven Momente und Phasen, NEIN auch die ganzen anstrengenden und nervenaufreibenden Tage.

  • Die Tage an denen dein Baby ständig nur auf dir kleben und schlafen möchte und du es keine Sekunde von dir weg legen kannst.
  • Die Nächte wo dein Baby stündlich wach wird, weil es Hunger hat, an der Brust trinken will und deine Nähe fordert.
  • Die Momente wo du dich jeden Tag zum Schlafen gehen zu deinem Kind dazulegen musst – eventuell auch stundenlang eine Geschichte vorlesen.
  • Die Nächte wo dein Kind nicht in seinem Bett schlafen will (oder kann) und bei Mama und Papa einfach besser und sicherer schlafen kann.
  • Die Spaziergänge wo du vielleicht gestresst bist, dein Kind aber alle paar Meter stehen bleibt und alle möglichen Dinge einsammeln will.


Ich könnte jetzt noch 1000te von diesen Beispielen aufzählen, aber was ich eigentlich damit sagen möchte.

Wir haben nur eine bestimmte Zeit mit unseren Kindern, es wird für alle dieser Momente und Tage ein LETZTES MAL geben!
Denn auch ich ertappe mich viel zu oft, das ich diese Momente erst im Nachhinein oder am Ende eines Tages richtig wahrnehme.
Im ganzen Alltagsstress und Trubel sind wir oft so mit uns selbst, der Arbeit und anderen Dingen beschäftigt, dass uns garnicht bewusst ist das wir damit soviel Zeit der Kindheit unserer Kinder verpassen!

Und genau diese Kindheit kann uns keiner mehr wieder geben, die Kinder werden größer, entwickeln sich ständig weiter, werden selbstständig und irgendwann dann auch Flüge.

Letztens habe ich diesen Satz gelesen:
„Wir haben nur 18 Sommer mit ihnen – diese sollten wir nutzen und nicht verschwenden!“

Genießt jeden Moment mit euren Kindern <3

Liebe Grüße
Janine

*Werbung*

Outfit: H&M
Greifring: BaLieMa – Baby liebevolle Maschen

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Auf den Hund gekommen …

Wenn du mir auf meinem Instagramprofil oder meiner Facebookseite folgst, wirst du es vielleicht schon mitbekommen haben – JA wir haben Familienzuwachs bekommen 😊

Letzten Samstag ist diese wunderschöne, kleine, süße Border Collie Hündin – gerade mal 9 Wochen – namens WAYANA bei uns eingezogen.
Obwohl sie erst ein paar Tage bei uns ist, hat sie unsere Familie schon richtig bereichert.

„Ihr seid doch verrückt“ oder „Das wollt ihr euch wirklich noch zumuten“

Das sind aktuell die Standardsprüche in unserem Umfeld.
Seid wir uns über die Anschaffung eines Welpen schlau gemacht haben, habe ich festgestellt das es beim Thema Hund im Netz sowohl auch im Umfeld oft genauso hitzig zugeht wie beim Thema Kinder 😀

Jeder kennt sich aus, fast jeder wollte es uns ausreden, jeder weiß alles „besser“ & von allen Seiten kommen „Ratschläge“ und Tipps.

Michael und ich haben schon lange darüber nachgedacht, aber es hat bis jetzt nie wirklich gepasst.
Als das dann mit Noah passiert ist, wurde dieser Wunsch dann plötzlich immer stärker.
Ich habe für mich selbst festgestellt das ich dabei bin mich selbst zu verlieren, dass ich etwas Neues brauche und eine Aufgabe welche neben als auch mit den Kindern möglich ist.

Wie der Zufall es dann wollte, bin ich auf eine wirklich tolle Hundetrainerin gestoßen, hab durch Zufall von einer tollen Züchterin in der Gegend erfahren, welche zwei neue Würfe erwartete und hab mich dann vor Ort in diese Rasse verliebt.

Und nun ist es ohnehin zu spät 😀

Die letzten Tage waren zwar anstrengend und das wird es sicher noch lange Zeit bleiben, ABER ich würde sie für nichts auf der Welt wieder hergeben.

Es werden also demnächst immer mal wieder Beiträge über unsere Wayana kommen und auf meinem Instagramprofil werde ich meinen Alltag auch in den Storys festhalten 🙂

Auch wenn uns viele für verrückt halten – uns hätte nichts besseres passieren können und wir lieben unsere kleine Maus über alles <3

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Was ein krankes Kind für die Geschwister bedeutet!

Nicht nur wir als Eltern mussten lernen mit der neuen Situation umzugehen – nein, viele vergessen auch das es unsere beiden Großen auch ziemlich betroffen hat!
Gerade die erste Zeit mussten sie extrem zurückstecken und haben auch nicht wirklich verstanden was da jetzt so alles los ist bei uns – haben wir ja auch selbst nicht wirklich begriffen oder wahrhaben wollen.

Luca und Jona haben uns mit der Oma im Krankenhaus besucht sobald Noah auf der Welt war, sie fanden glückliche Eltern vor und waren richtig stolz auf ihren kleinen Bruder.
Sie freuten sich darauf Mama und den kleinen Bruder mit nachhause nehmen zu dürfen. Aber die ganze Situation wurde auch für sie über Nacht anders. Plötzlich mussten sie bei der Nachbarin übernachten und am nächsten Tag hatte mein Mann die Aufgabe den beiden irgendwie zu erklären das Noah operiert wurde, er und Mama jetzt lange nicht heim kommen und sie ihn jetzt lange Zeit nicht sehen dürfen (Kinder sind auf der Intensivstation aufgrund der Infektionsgefahr nicht erlaubt).

Jona mit Noah

In der Zeit hab ich mein „Mama-Dasein“ oft in Frage gestellt, es war eines der Dinge eingetreten vor der ich in der Schwangerschaft große Angst hatte – nicht allen Kindern gerecht werden zu können.

Zu unserem Glück haben wir eine wirklich so tolle Nachbarin (DANKE hier auch nochmal für deine Unterstützung die letzten Monate Komso <3).
Sie hat oft auf die zwei Großen aufgepasst, Jona vom Kindergarten abgeholt, für die Kinder gekocht, mit Luca Hausaufgaben gemacht und versucht die beiden abzulenken, während Michael bei uns im Krankenhaus war. Da unsere Eltern beide Seiten noch Vollzeit arbeiten gehen, konnten sie nicht so oft aufpassen.

Wir hatten oft ein schlechtes Gewissen den Großen gegenüber, sie haben viel geweint und wollten nicht so oft bei wem anderen sein, sie hatten Angst um ihren Bruder und verstanden die Welt nicht mehr. Aber wir konnten die ganze Situation leider nicht ändern und mussten irgendwie einen Weg finden unseren neuen „Alltag“ so zu organisieren das die Kinder so wenig „Schaden“ bekommen und wir selbst nicht zerbrechen.

der stolze Bruder Luca

Heute – 5 Monate nachdem dieser „Alptraum“ angefangen hat, sind wir dabei einen halbwegs normalen Ablauf zu finden, Wunden zu heilen welche bei uns allen noch offen sind und das ganze gemeinsam zu verarbeiten und lernen damit umzugehen.

Die Angst, das mit Noah nochmal was schlimmeres sein könnte ist auch bei ihnen noch da, aber sie sind so lieb zu ihm und beschützen ihren Bruder soweit sie können.

Ich bin richtig stolz auf meine Jungs, das sie so stark waren in dieser Zeit und so taffe, tolle Kinder sind!

meine drei wundervollen Jungs <3
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Mein Kämpfer

Nachdem Noah also nach der OP auf die Intensivstation kam, war das erste Ziel, dass er wieder selbstständig zu atmen anfängt – damit der Beatmungsschlauch wieder entfernt werden kann und seine Lungen wieder trainiert werden.

Er bekam natürlich neben den Schmerzmitteln, der parenteralen Ernährung und anderen Dingen, ein Medikament das ihn nach der OP schlafen lässt damit sich sein kleiner Körper von den ganzen Strapazen erholen kann.
– Auch genannt „künstlicher“ Tiefschlaf.

Es hieß das er nach ca. 1-2 Tagen wieder von alleine anfangen wird zu atmen und das Medikament langsam reduziert wird.

Noah dachte sich aber „wozu selber atmen, wenn es eine Maschine für mich macht„, nachdem die 24 Stunden um waren und er noch in keinster Weise versuchte zu atmen wurde ich pro Stunde immer nervöser.

Ich weiß gar nicht wie ich diese Stunden/Tage beschreiben soll. Man sitzt stundenlang da, hält seinem Kind die Hand, redet und singt mit ihm und fängt einfach nur an zu beten das er wieder aufwacht.
Ich hab mich noch nie so hilflos gefühlt.

Der Beatmungsschlauch muss dadurch das er nicht atmet und schluckt öfters abgesaugt werden, damit sich die Lunge nicht entzündet.
Beim ersten Mal bin ich heulend raus gelaufen, die Herzfrequenz schoss sofort in die Höhe – ich konnte ihn nicht voller Schmerzen und leiden sehen.

Mein armes Baby :'(

Die Ärzte haben dann nach 2 Tagen das Medikament komplett weggelassen und auch die Schmerzmittel reduziert das er wach wird.

Am 3. Tag dann endlich der erste Fortschritt, er fing langsam an mit der Maschine mitzuatmen und ich weiß dann gar nicht mehr genau wann der Schlauch weg kam.

Das Negative – er hat nach der OP von Tag zu Tag total viel Wasser eingelagert und sah wirklich sehr schlimm aus. Ich hab mein eigenes Kind nicht mehr erkannt.
Damit er das Wasser wieder verliert bekam er ein Medikament namens „Lasix“, welches die Nieren dazu anregt mehr Harn zu produzieren.

Das Positive – der Schlauch war weg und ich durfte mein Baby endlich wieder auf den Arm nehmen. Unbeschreiblich!

Das erste Mal auf dem Arm nach der OP

Der nächste Schritt war die Ernährung.
Noah hatte eine Magensonde, aber solange der Darm nicht zu arbeiten anfing musste er weiterhin parenteral ernährt werden.
Ich weiß auch gar nicht mehr genau welcher Tag es war, aber ich hab mich noch nie über eine vollgekackte Windel so gefreut.
Er bekam dann natürlich keine Milch sondern eine spezielle Flüssigkeit und nur Mal minimale 2 ml damit man sah wie es der Magen und Darm vertragen.
Das musste ab jetzt immer weiter gesteigert werden und dann mit der Muttermilch dasselbe.

– Bald durften wir auf die Normalstation umziehen <3

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& dann kam alles anders – Teil 3

Heute komme ich endlich mal wieder dazu einen weiteren Teil zu schreiben, unser derzeitiger Alltag ist extrem stressig und unser Kalender voller Termine – hauptsächlich mit wichtigen Terminen für Noah.

Ich musste jetzt nochmal nachlesen wo ich das letzte Mal stehen geblieben bin und mich nochmal an die Tage zurückversetzen, was manchmal nicht wirklich einfach für mich ist.

Fortsetzung:

… Also wir warteten im Warteraum der Intensivstation darauf, dass sie unseren Sohn hoffentlich gesund und ohne weitere Schäden aus dem OP zu uns brachten. Aber die Stunden dauerten einfach sooooooo ewig lang.

Wir saßen bzw. lagen auf einer Eckbank, schliefen voller Erschöpfung teilweise ein paar Minuten ein und ich schreckte immer wieder auf, bei jedem noch so kleinem Geräusch.

Nach fast 6 Stunden kam dann eine Intensivschwester zu uns, welche uns sagte, dass er es überstanden hat und das sie ihm nach legen eines Zentralvenenkatheter (ZVK’s) rauf bringen werden.

Uns schossen sofort die Tränen in die Augen und von jetzt auf gleich waren wir wieder hellwach.

Die Tür öffnete sich und sie schoben ihn in einem Wärmebett rein.
Den Anblick von ihm mit Beatmungsschlauch, den vielen Infusionen und Kabeln werde ich wohl nie wieder vergessen.
Ich musste wieder heulen, einerseits weil ich so unfassbar froh war das er überlebt hatte, und aber andererseits weil es mir so weh tat meinen Sohn so leblos in dieser ganzen Situation zu sehen.

Ich hätte wirklich alles getan um ihm das Ganze nur irgendwie abnehmen zu können!

Noah sein Medikamententurm


Ab jetzt hieß es dann wieder abwarten,

– Abwarten wie er die OP und die Strapazen überstanden hat
– Abwarten ob und wann er wieder selbständig zu atmen anfängt
– Abwarten wann sie das Medikament das ihn schlafen lässt reduzieren können
– Abwarten ob, wie und wann sein Darm wieder zu arbeiten anfängt.

Ich hatte Glück, dass ich auf der Geburtshilfe im Haus ein Bett bekam.
So pendelte ich jeden Tag zwischen meinem Zimmer und der Intensivstation, da dort auch für Eltern Besuchszeiten galten.

Am Anfang verstand ich absolut nicht wieso ich nicht 24 Stunden bei meinem Baby sein durfte, aber nach der Zeit machte das ganze Sinn.

Man ist einfach am Ende seiner Kräfte und die Besuchszeiten sind dafür da, dass man auch als Eltern außerhalb der Intensivstation mal Kraft tanken kann – schlafen – essen oder einfach nur Luft schnappen.
Das war etwas was ich wirklich auch lernen musste.

Da ich ja auch unbedingt stillen wollte, war das Ganze für mich wirklich nur purer Stress:

Ich stand in der Früh auf, richtete mich zusammen, aß mein Frühstück, pumpte Milch ab – welche ich dann auf eine andere Station in einen Kühlschrank bringen musste, damit sie dort dann eingefroren wird.

Ich ging jeden Morgen pünktlich rüber das ich ja um 9 Uhr bei der Visite dabei sein konnte, saß, redete, sang, streichelte meinen Sohn.

Um 12 ging ich dann wieder auf mein Zimmer, aß zu Mittag, pumpte wieder Milch ab, rastete mich kurz aus, telefonierte mit meinen beiden Jungs und meinem Mann zuhause.

Von 14 – 18 Uhr war ich dann wieder auf der Intensivstation, pumpte dort zwischendurch in einem „Pumpzimmer“ ab.

Dann wieder auf mein Zimmer, kurz essen und von 19:15 bis 21:00 war ich dann auch immer bei ihm – jede mögliche Sekunde.

Michael kam, je nachdem ob wir für die Großen einen Babysitter hatten, auch nach Linz. Kinder dürfen aufgrund der Keime nicht mit auf die Intensivstation.
Es gab wirklich Momente wo ich an mir selbst als Mama zweifelte, denn in so einer Situation ist es unmöglich allen Dreien gerecht zu werden. Wir nahmen uns zwar jeden Sonntag Nachmittag „frei“ vom Krankenhaus um Zeit mit den Großen verbringen zu können, aber es fällt wirklich schwer seine Angst und „Trauer“ vor den Kindern nicht zu sehr zu zeigen und in Gedanken nicht ständig im Krankenhaus zu sein.

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